Produktion 2021/2022: «Otello - Liebe, Intrige, Mord»


 

Das künstlerische Konzept der boxopera ist es, die Oper als traditionelles Kulturgut aus dem klassischen Opernhaus in andere Räume zu übertragen. «Thinking out of the box» – ein nicht unbekannter Leitsatz in der Philosophie, der auch die Ausrichtung unseres künstlerischen Teams beschreibt. Dabei geht es nicht allein darum, die Inszenierungen aus dem Opernhaus herauslösen. Ziel ist es, den traditionellen, erprobten Sehgewohnheiten neue Variationen, Konstellationen und Aspekte gegenüberzustellen, ohne das Werk zerstören zu wollen. Sozusagen: durch Minimierung zu vergrössern, wie etwa unter einem Mikroskop die kleinsten Dinge gross und sichtbar werden. Die Möglichkeit, neue Spielorte zu entdecken, in einer Fabrikhalle, auf kleinen Bühnen und Kellertheatern, oder etwa in Konzertsälen, ermöglicht es dem Publikum neue Perspektiven zum Musiktheater zu erleben. Ganz bewusst wird die grosse Distanz zum Zuschauer, wie sie in Opernhäusern allein schon durch den Orchestergraben gegeben ist, umgangen. Der Blick des Zuschauers wird zum Brennglas auf den Inhalt, beinahe filmisch herangezoomt und so in den Gesichtern der Protagonist*innen lesbar. Somit ohne Chor und Orchester, aber mit den zwei Paaren, die Sänger*innen Otello-Desdemona und Jago-Emilia, sowie einem Schauspieler als zweiten Othello und dem am Flügel begleitenden Pianisten werden wir unsere Produktion «Otello - Liebe, Intrige, Mord» in Szene setzen.